Welche Schritte sind notwendig, um Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit zu erhalten?


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Pflegebedürftigkeit stellt Familien vor viele Herausforderungen – auch im administrativen Bereich. In der Schweiz gibt es jedoch zahlreiche Hilfsangebote, die finanzielle und praktische Unterstützung bieten. In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, welche  administrativen Schritte  notwendig sind, um Hilfe bei Pflegebedürftigkeit zu beantragen, und wie Sie Ihre Familie dabei entlasten können.

1. Informieren Sie sich über die verfügbaren Unterstützungsangebote

Der erste Schritt besteht darin, sich über die verfügbaren Hilfsangebote zu informieren. Je nach individueller Situation und Wohnkanton stehen unterschiedliche Unterstützungsleistungen zur Verfügung:

  • Ergänzungsleistungen (EL): Decken Krankenkassenprämien, Pflegekosten und bestimmte medizinische Hilfsmittel.
  • Hilflosenentschädigung: Für Personen, die im Alltag regelmässig Hilfe benötigen.
  • Assistenzbeitrag: Ermöglicht die Anstellung einer Betreuungsperson für zu Hause.
  • Kantonale Zuschüsse: Regionale Unterstützungen für Spitex-Dienste oder Anpassungen im Wohnraum.

Besuchen Sie die Website Ihrer kantonalen Sozialdienste oder kontaktieren Sie eine Beratungsstelle wie Pro Senectute oder Spitex.

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2. Sammeln Sie alle notwendigen Unterlagen

Um eine reibungslose Bearbeitung Ihres Antrags sicherzustellen, benötigen Sie folgende Dokumente:

  • Einkommensnachweise: AHV-/IV-Rentenbescheide, Lohnabrechnungen, Steuerbescheide.
  • Nachweise über Vermögen: Kontoauszüge, Immobilienbewertungen.
  • Pflegekostenbelege: Rechnungen von Spitex-Diensten, Pflegeheimen oder medizinischen Hilfsmitteln.
  • Ärztliche Atteste: Bestätigung des Pflegebedarfs, z. B. durch den Hausarzt oder ein Spital.

3. Den Antrag stellen

Je nach Art der Unterstützung müssen Sie Ihren Antrag bei unterschiedlichen Stellen einreichen:

  • Ergänzungsleistungen: Beantragen Sie diese bei der kantonalen Ergänzungsleistungsstelle.
  • Hilflosenentschädigung und Assistenzbeitrag: Diese werden bei der IV-Stelle oder der AHV beantragt.
  • Kantonale Zuschüsse: Wenden Sie sich an die Sozialdienste Ihrer Gemeinde oder des Kantons.

Reichen Sie den Antrag mit allen geforderten Unterlagen ein. Unvollständige Anträge können zu Verzögerungen führen, daher ist eine gründliche Vorbereitung entscheidend.

4. Rückmeldung abwarten

Die Bearbeitungszeit für Anträge kann je nach Kanton und Stelle variieren. Normalerweise dauert es zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten, bis Sie eine Rückmeldung erhalten.

In der Zwischenzeit sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Erhalten Sie vorläufige Unterstützung? Fragen Sie bei Bedarf nach, ob es möglich ist, eine vorläufige Hilfe zu bekommen, bis der Antrag genehmigt ist.
  • Bleiben Sie erreichbar: Stellen Sie sicher, dass Sie für Rückfragen der Behörde erreichbar sind.

5. Unterstützung aktiv nutzen

Sobald Ihr Antrag genehmigt ist, können Sie die bewilligte Unterstützung nutzen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Übernahme von Pflegekosten durch Ergänzungsleistungen.
  • Finanzielle Entschädigungen für pflegende Angehörige.
  • Zuschüsse für den Umbau Ihrer Wohnung oder den Kauf von Hilfsmitteln.

Tipps für eine erfolgreiche Antragstellung

  • Frühzeitig handeln: Starten Sie den Prozess so früh wie möglich, um Wartezeiten zu minimieren.
  • Beratung in Anspruch nehmen: Nutzen Sie kostenlose Beratungsangebote von Organisationen wie Pro Infirmis, Spitex oder Pro Senectute.
  • Kosten im Überblick behalten: Sammeln Sie alle Belege und Rechnungen, um Ihre Ausgaben klar darzulegen.

Verschiedene Arten der Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit

UnterstützungsartBeschreibungZielgruppe
Ergänzungsleistungen Finanzielle Unterstützung zur Deckung der Kosten für Pflege und Lebenshaltung. Personen, deren Einkünfte und Vermögen nicht ausreichen, um die Pflegekosten zu decken.
Pflegeversicherung Private Versicherung, die Pflegekosten für Senioren übernimmt. Personen, die eine private Pflegeversicherung abgeschlossen haben.
Sozialhilfe Öffentliche Unterstützung für Personen, die keinen Anspruch auf andere Leistungen haben. Personen mit sehr geringem Einkommen oder Vermögen, die keine anderen Ansprüche haben.

Die Beantragung von Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit kann komplex sein, doch mit einer guten Vorbereitung und den richtigen Informationen ist der Prozess überschaubar. Informieren Sie sich über die verfügbaren Leistungen, bereiten Sie alle notwendigen Unterlagen vor und reichen Sie Ihren Antrag vollständig ein. So können Sie sicherstellen, dass Sie und Ihre Familie die bestmögliche Unterstützung erhalten.

Häufig gestellte Fragen

1. Welche Schritte muss ich unternehmen, um Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit zu erhalten?

Zuerst muss der Pflegebedarf festgestellt werden, häufig durch einen Arzt. Danach muss ein Antrag bei der zuständigen Behörde eingereicht werden. Die Behörde prüft den Antrag und gewährt je nach Bedürftigkeit und finanzieller Lage Unterstützung, z. B. Ergänzungsleistungen.

2. Was sind Ergänzungsleistungen?

Ergänzungsleistungen sind finanzielle Hilfen, die an Personen gezahlt werden, deren Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, um ihre Pflegekosten zu decken. Diese Leistungen ergänzen die AHV- oder IV-Rente und helfen, das Existenzminimum zu sichern.

3. Wer hat Anspruch auf Pflegeleistungen?

Anspruch auf Pflegeleistungen haben Personen, die aufgrund von Krankheit, Behinderung oder Alter pflegebedürftig sind und deren finanzielle Mittel nicht ausreichen, um die Pflegekosten zu decken.

4. Wie werden die Pflegekosten berechnet?

Die Pflegekosten hängen von der Art der Pflege, der Einrichtung und der individuellen Situation ab. Bei häuslicher Pflege wird das Einkommen der pflegebedürftigen Person und deren Angehöriger berücksichtigt, bei Pflegeheimaufenthalten variieren die Kosten je nach Einrichtung.

5. Was passiert, wenn ich keine Unterstützung erhalte?

Wenn Ihr Antrag auf Unterstützung abgelehnt wird oder Sie keine weiteren Mittel haben, können Sie in bestimmten Fällen Sozialhilfe beantragen. Auch private Pflegeversicherungen oder Familienangehörige können zur Deckung der Pflegekosten beitragen.

6. Wie lange dauert es, bis ich Unterstützung erhalte?

Die Bearbeitungszeit für Pflegeanträge variiert je nach Kanton und Umfang des Antrags. In der Regel dauert es einige Wochen bis Monate, bis die Unterstützung genehmigt und ausgezahlt wird.

Seniorenheim Plus ist eine kostenlose Beratungsstelle für Familien älterer Menschen. Daher wird von Ihnen keine finanzielle Gebühr verlangt. Unsere Telefonnummer lautet: 031 528 07 15 Sie erreichen unsere Berater täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr.

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