Kann man mit der Alzheimer-krankheit zu hause wohnen?


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Wenn Ihr Angehöriger an Alzheimer leidet, ist Wachsamkeit notwendig, aber zu Hause leben ist möglich. durch die Ausarbeitung eines auf Sie angepassten Pflege- und Betreuungsplans.

Warum verändert Alzheimer das gesamte Familienleben?

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Tag für Tag steigt die Zahl der Alzheimer-Erkrankungen. Jedes Jahr werden in der Schweiz rund 32.000 neue Fälle diagnostiziert. Insgesamt leiden in unserem Land etwa 150.000 Menschen an Alzheimer – weltweit sind es über 44 Millionen. Die Krankheit stellt zweifellos eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit dar.

Diese neurodegenerative Erkrankung führt nicht nur zu einem schrittweisen Verlust der Erinnerungen, der Orientierung und der Fähigkeit, vertraute Gesichter zu erkennen, sondern wirkt sich auch massiv auf das gesamte Familienleben aus. Rund 3 Millionen Menschen in der Schweiz sind direkt oder indirekt betroffen – sei es als Patient oder als Angehöriger.

Partner, Kinder und andere Angehörige müssen hilflos mitansehen, wie ihr geliebter Mensch nach und nach abbaut und sich verändert. Sie müssen seine Sicherheit gewährleisten, wenn er beginnt, sich zu verirren oder unkontrolliert das Haus zu verlassen. Später benötigen die Betroffenen zunehmend Unterstützung bei grundlegenden Tätigkeiten wie Essen, Anziehen oder Körperpflege. Alzheimer stellt das gewohnte Rollenverhältnis zwischen Eltern und Kindern auf den Kopf und führt zu emotionalen Belastungen für alle Beteiligten.

Was ist ein individueller Hilfe- und Pflegeplan?

Nach der Diagnose wird ein individueller Hilfe- und Pflegeplan erstellt, um den Erkrankten und seine Angehörigen bestmöglich zu unterstützen.

  • Häusliche Betreuung: Unterstützung im Alltag und Entlastung der pflegenden Angehörigen.
  • Psychologische Betreuung: Hilfe bei der Akzeptanz der Diagnose und Bewältigung von Zukunftsängsten.
  • Aufrechterhaltung des sozialen Lebens: Unterstützung durch Selbsthilfegruppen und Sozialdienste.
  • Teilnahme an Gedächtnis-Workshops: Angebote in Pflegeheimen, Seniorenresidenzen und Kliniken.
  • Logopädie: Therapie bei Sprachstörungen.
  • Ergotherapie, Physiotherapie und Psychomotorik: Förderung der Beweglichkeit und Orientierung.
  • Rechtliche Absicherung: Vormundschaft, Betreuung oder finanzielle Sicherungsmaßnahmen zum Schutz des Patienten.

Pflegende Angehörige – die unsichtbaren Helden

Die Hauptverantwortung für die Pflege liegt oft auf den Schultern der Angehörigen – insbesondere der Ehepartner. In zwei von drei Fällen übernimmt die Ehefrau diese Aufgabe, oft unterstützt durch die Kinder. Die tägliche Fürsorge umfasst nicht nur körperliche Betreuung, sondern auch emotionale Unterstützung.

Die Herausforderung wächst mit dem Fortschreiten der Krankheit: Der pflegende Angehörige muss den Erkrankten beaufsichtigen, ihn anziehen, bei den Mahlzeiten helfen und ihn nachts beruhigen. Die Belastung ist enorm – viele Betroffene verbringen im Durchschnitt sechseinhalb Stunden pro Tag mit der Pflege.

Um Überlastung zu vermeiden, gibt es spezielle Schulungen für pflegende Angehörige, die von Alzheimer Schweiz kostenlos angeboten werden. Zudem bieten sogenannte Alzheimer-Relais-Stationen eine dringend benötigte Auszeit für pflegende Angehörige sowie Zugang zu aktuellen Informationen und Beratungen.

Wie verhält man sich gegenüber einem Alzheimer-Patienten?

Das Leben mit einem Alzheimer-Patienten erfordert Geduld, Verständnis und angepasste Strategien. Hier einige hilfreiche Tipps:

  • Unterstützung statt Bevormundung: Lassen Sie den Patienten so viele Aufgaben wie möglich selbstständig erledigen.
  • Vermeiden Sie Konflikte: Alzheimer-Patienten handeln nicht absichtlich widerspenstig – Wut oder Frustration verschlimmert die Situation nur.
  • Routinen beibehalten: Vertraute Abläufe geben Sicherheit und reduzieren Verwirrung.
  • Stress vermeiden: Neue oder unerwartete Situationen können Angst und Unsicherheit hervorrufen.
  • Klare Kommunikation: Sprechen Sie langsam und formulieren Sie kurze, verständliche Sätze.
  • Ernährung anpassen: Im fortgeschrittenen Stadium helfen kleine, weiche oder pürierte Mahlzeiten.
  • Emotionale Bedürfnisse ernst nehmen: Gefühle wie Freude, Angst oder Zuneigung bleiben oft lange erhalten.
  • Hilfe annehmen: Gönnen Sie sich Pausen und ziehen Sie professionelle Unterstützung hinzu.

Was tun, wenn ein Alzheimer-Patient wegläuft?

Sollte der Erkrankte das Haus verlassen und nicht zurückfinden, verständigen Sie umgehend die Polizei (Notrufnummer 112).

  • Halten Sie eine aktuelle Fotoaufnahme bereit, um die Identifizierung zu erleichtern.
  • Die meisten Patienten werden innerhalb von 500 bis 2000 Metern vom Wohnort gefunden – beginnen Sie die Suche in der Nähe.
  • Beim Wiedersehen sollten Sie den Erkrankten nicht ausschimpfen, sondern beruhigend auf ihn einwirken.

Wann ist eine Heimunterbringung notwendig?

Wenn die Pflege zu Hause zur untragbaren Belastung wird, kann eine spezialisierte Einrichtung die beste Lösung sein. In einem Pflegeheim erhält der Patient medizinische Versorgung rund um die Uhr und professionelle Betreuung.

Die Vorteile und Herausforderungen des Lebens zu Hause mit Alzheimer

KriteriumLeben zu HauseLeben in einer spezialisierten Einrichtung
Selbstständigkeit Teilweise erhalten Ständige Betreuung, weniger Autonomie
Bekanntes Umfeld Vertrautes Zuhause Ungewohnte Umgebung
Sicherheit Erhöhtes Risiko für Stürze und Verwirrung Ständige Aufsicht

Seniorenheim Plus ist eine kostenlose Beratungsstelle für Familien älterer Menschen. Unsere Telefonnummer: 031 528 07 15 (täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr erreichbar).

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